
Wer sich schon einmal mit Mährobotern beschäftigt hat, kennt das Problem: Viele Geräte für kleinere Gärten kommen mit ebenen Flächen gut zurecht. Sobald aber Steigungen, Unebenheiten, schmale Passagen oder schwierigere Übergänge ins Spiel kommen, wird es oft kompliziert. Genau hier setzt der Navimow i205 AWD an.
Wichtig zur Namensgebung: Der Navimow i2 AWD und der Navimow i205 AWD bezeichnen im Kern dasselbe Modell aus der i2-AWD-Serie. Der vollständige Modellname lautet Navimow i205 AWD. Die „05“ steht dabei für die empfohlene Rasenfläche von bis zu 500 Quadratmetern. Gelegentlich taucht auch die Bezeichnung i205E auf. Das „E“ verweist auf den europäischen Markt und ändert nichts an der grundsätzlichen Technik.
Der erste Eindruck: ein kleiner Mähroboter mit ungewöhnlichem Fahrwerk
Auf den ersten Blick wirkt der Navimow i205 AWD wie ein klassischer Mähroboter für kleinere bis mittlere Gärten. Schaut man genauer hin, fällt aber schnell auf: Dieses Gerät ist anders aufgebaut als viele andere Modelle in dieser Größenklasse.
Besonders auffällig ist das zusätzliche, angetriebene Hinterrad. Während viele Mähroboter auf ein eher klassisches Fahrwerk setzen, verfolgt Navimow hier einen anderen Ansatz. Der Mäher soll dadurch mehr Traktion bekommen und auch auf schwierigeren Rasenflächen sicherer unterwegs sein.

Dazu kommt die kompakte Bauweise. Der i205 AWD ist für Rasenflächen bis etwa 500 Quadratmeter ausgelegt und richtet sich damit nicht an riesige Grundstücke, sondern an kleinere und mittlere Gärten, bei denen das Gelände nicht ganz einfach ist.

Geeignet für kleine bis mittlere Gärten, bei denen Wendigkeit und saubere Navigation wichtiger sind als maximale Flächenleistung.
Das zusätzliche angetriebene Rad sorgt für mehr Traktion auf unebenem, feuchtem oder leicht abschüssigem Gelände.
Die Rasenfläche wird virtuell angelegt. Ein klassisches Begrenzungskabel muss nicht im Garten verlegt werden.
Installation ohne Begrenzungskabel: weniger Aufwand beim Start
Einer der größten Vorteile des Systems zeigt sich bereits bei der Einrichtung. Der Navimow i205 AWD benötigt kein klassisches Begrenzungskabel, das rund um die Rasenfläche verlegt werden muss. Das spart Arbeit, schont den Garten und macht spätere Anpassungen deutlich einfacher.
Auch eine separate, fest im Garten montierte RTK-Antenne ist je nach Standort nicht zwingend nötig. Der Mäher nutzt das Navimow EFLS-System, bei dem Satellitendaten, Korrekturdaten aus dem Netzwerk und Kameratechnik miteinander kombiniert werden. So kann sich der Roboter präzise orientieren, ohne dass zusätzliche Hardware dauerhaft im Garten stehen muss.
In der Praxis bedeutet das vor allem eines: Die Einrichtung wirkt moderner und flexibler als bei klassischen Mährobotern mit Kabel. Die Ladestation wird aufgestellt, mit Strom versorgt und anschließend wird die Fläche in der App angelegt.

Gartencoach-Einschätzung: Gerade in bestehenden Gärten ist der Verzicht auf Begrenzungskabel ein großer Vorteil. Wer Beete verändert, neue Kanten anlegt oder Sperrzonen ergänzt, kann solche Anpassungen in der App vornehmen, ohne wieder mit Kabel, Haken und Spaten arbeiten zu müssen.
Manuelles Abfahren kann sinnvoller sein als Automatik
Der Navimow kann Flächen grundsätzlich automatisch erfassen. In komplexeren Gärten ist es aber oft sinnvoll, die Rasenkanten einmal manuell abzufahren. Das gilt besonders, wenn es Inselbeete, enge Stellen, kleine Stufen, Teiche oder optisch schwer erkennbare Übergänge zwischen Rasen und Beet gibt.
Im Praxistest war genau das der Fall. Der Garten hatte mehrere schwierige Bereiche, bei denen nicht immer eindeutig erkennbar war, wo der Rasen endet und das Beet beginnt. Durch das manuelle Abfahren ließ sich die Fläche kontrollierter und sicherer anlegen.

„Wenn ein Garten viele Inseln, Engstellen und unklare Übergänge hat, ist das manuelle Abfahren der Grenzen oft die bessere Lösung. Man investiert am Anfang etwas mehr Zeit, bekommt dafür aber eine sauberere Karte.“
Allradantrieb beim Mähroboter: Marketing oder echter Vorteil?
Der spannendste Punkt am Navimow i205 AWD ist ohne Zweifel der Allradantrieb. Viele Mähroboter funktionieren auf ebenen Flächen hervorragend. Auf unruhigem Untergrund sieht die Sache aber anders aus. Kleine Löcher, Bodenwellen, feuchte Stellen oder Übergänge reichen manchmal schon aus, damit Räder durchdrehen oder der Mäher hängen bleibt.
Genau hier soll der i205 AWD seine Stärken ausspielen. Das zusätzliche angetriebene Rad sorgt dafür, dass der Mäher mehr Grip aufbaut und auch auf schwierigeren Flächen souveräner unterwegs ist. Besonders interessant ist das für Gärten mit Hanglagen, unebenen Rasenflächen, Wurzeln, schmalen Passagen oder wechselnden Bodenbedingungen.
Im Vergleich zum bereits getesteten Navimow i105 zeigt sich der Unterschied deutlich. Auf dem gleichen Rasen hatte der i105 mit unebenem Gelände spürbar mehr Schwierigkeiten. Der i205 AWD lief dort deutlich ruhiger und zuverlässiger.
| Gartensituation | Typisches Problem bei einfachen Mährobotern | Vorteil des i205 AWD |
|---|---|---|
| Leichte Hanglage | Räder verlieren Traktion oder rutschen bei feuchtem Rasen. | Der Allradantrieb sorgt für mehr Vortrieb und stabileres Fahrverhalten. |
| Unebener Rasen | Bodenwellen und kleine Löcher können den Mäher ausbremsen. | Das zusätzliche angetriebene Rad hilft, schwierige Stellen besser zu überwinden. |
| Schmale Passagen | Der Mäher muss häufig rangieren und kann sich leichter festfahren. | Durch die hohe Wendigkeit kann der Roboter sehr kontrolliert manövrieren. |
| Gärten mit Inselbeeten | Übergänge zwischen Rasen und Beet sind nicht immer klar erkennbar. | Sperrzonen und präzise Kartierung helfen, sensible Bereiche sauber auszusparen. |
Wie gut mäht der Navimow i205 AWD?
Bei der eigentlichen Mähleistung setzt Navimow auf ein systematisches Fahrmuster statt auf chaotische Bewegungen. Dadurch werden die Flächen effizient abgearbeitet und der Rasen wirkt insgesamt gleichmäßiger. Zusätzlich lassen sich verschiedene Mährichtungen einstellen, wodurch ein leichtes Streifenbild entstehen kann.
Die Schnittbreite fällt mit 18 Zentimetern eher kompakt aus. Für die Zielgruppe des Geräts ist das aber nachvollziehbar. Der i205 AWD wurde nicht für große Parkflächen entwickelt, sondern für kleinere und mittlere Gärten, in denen Präzision, Wendigkeit und Traktion wichtiger sind als maximale Arbeitsbreite.
Auffällig ist auch der feine Schnitt. Es gibt einen Schnittteller mit fünf Klingen. Das kann im Gartenalltag zu einem saubereren Schnittbild beitragen als sehr einfache Systeme mit weniger Messern. Trotzdem gilt: Rasenkanten müssen auch bei diesem Mähroboter weiterhin von Hand nachgearbeitet werden. Das schafft ein klassischer Mähroboter konstruktionsbedingt nicht perfekt.
| Eigenschaft | Einschätzung im Gartenalltag |
|---|---|
| Flächenleistung | Bis etwa 500 Quadratmeter. Die Fläche wird nicht zwingend mit einer Akkuladung vollständig gemäht. |
| Schnittbild | Ordentlich und gleichmäßig, vor allem durch systematisches Mähen in Bahnen. |
| Wendigkeit | Sehr gut. Durch die Zero-Turn-Technologie kann der Mäher auf engem Raum kontrolliert drehen. |
| Lautstärke | Sehr angenehm. Im Video wird der Mäher als deutlich leiser als ein normales Gespräch wahrgenommen. |
| Kanten | Solide, aber nicht perfekt. Rasenkanten müssen wie bei anderen Mährobotern gelegentlich nachgearbeitet werden. |

Navimow i2 AWD Mähroboter
Der Navimow i2 AWD, auch als Navimow i205 AWD bezeichnet, ist ein kabelloser Mähroboter für kleinere bis mittlere Rasenflächen bis etwa 500 Quadratmeter. Besonders spannend ist er für Gärten mit Steigungen, Unebenheiten und Bereichen, in denen klassische Kompakt-Mähroboter schnell an Traktion verlieren.
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Wo liegen die Grenzen des Navimow i205 AWD?
So interessant der Navimow i205 AWD auch ist: Ein Wundermäher ist er nicht. Wer einen komplett verwilderten Garten, sehr hohes Gras oder extrem schwieriges Gelände erwartet, wird auch mit diesem Modell irgendwann an Grenzen stoßen.
Der Allradantrieb verbessert die Traktion deutlich, ersetzt aber keine grundsätzlich gepflegte Rasenfläche. Mähroboter sind darauf ausgelegt, den regelmäßigen Zuwachs in Schach zu halten. Sie sind keine Ersatzlösung für eine grundlegende Rasenrenovierung oder das Mähen von stark überwucherten Flächen.
Auch die Flächenleistung muss realistisch eingeordnet werden. Der i205 AWD ist auf etwa 500 Quadratmeter ausgelegt. Für größere Grundstücke oder mehrere weit voneinander entfernte Rasenbereiche sind andere Modelle aus dem Navimow-Sortiment passender.
Kurz gesagt: Der i205 AWD lohnt sich vor allem dann, wenn der Garten nicht riesig, aber anspruchsvoll ist. Also bei Steigungen, Bodenwellen, engeren Passagen, Hanglagen oder Rasenflächen, auf denen einfache Mähroboter regelmäßig kämpfen.
Für wen lohnt sich der Navimow i2 AWD / i205 AWD?
Der Navimow i205 AWD ist kein Mähroboter für jeden Garten. Wer einen komplett ebenen Standardrasen besitzt, wird die Vorteile des Allradantriebs vermutlich nicht voll ausnutzen. Dort reicht oft auch ein einfacheres Modell.
Spannend wird der i205 AWD dort, wo klassische Kompakt-Mähroboter an ihre Grenzen kommen: bei leichtem Gefälle, unruhigem Boden, schmalen Bereichen, vielen Übergängen oder Rasenflächen mit kleinen Tücken. Genau solche Gärten gibt es häufiger, als man denkt.
Wenn der Rasen nicht komplett eben ist und der Mäher trotzdem zuverlässig arbeiten soll.
Bei Inselbeeten, Engstellen, Übergängen und Bereichen, die sauber kartiert werden müssen.
Für deutlich mehr als 500 Quadratmeter sollte ein größeres Modell gewählt werden.
FAQ: Häufige Fragen zum Navimow i205 AWD
Sind Navimow i2 AWD und Navimow i205 AWD dasselbe?
Ja, im Zusammenhang mit diesem Modell wird der Navimow i2 AWD auch als Navimow i205 AWD bezeichnet. Die „05“ steht für die empfohlene maximale Rasenfläche von bis zu 500 Quadratmetern. Die gelegentliche Bezeichnung i205E verweist auf den europäischen Markt.
Braucht der Navimow i205 AWD ein Begrenzungskabel?
Nein. Der Mäher arbeitet ohne klassisches Begrenzungskabel. Die Rasenfläche wird virtuell über die App angelegt. Das macht die Einrichtung flexibler und spätere Anpassungen einfacher.
Ist eine RTK-Antenne zwingend notwendig?
Je nach Standort ist keine separate, fest montierte RTK-Antenne nötig. Der Mäher kombiniert Satellitendaten, Korrekturdaten aus dem Netzwerk und Kameratechnik. Entscheidend ist, ob am jeweiligen Standort eine passende Netzabdeckung gegeben ist.
Für welche Gartengröße ist der Navimow i205 AWD geeignet?
Der i205 AWD ist für Rasenflächen bis etwa 500 Quadratmeter ausgelegt. Für größere Grundstücke sind andere Navimow-Modelle besser geeignet.
Was bringt der Allradantrieb beim Mähroboter?
Der Allradantrieb sorgt für mehr Traktion. Das hilft besonders bei Steigungen, Bodenwellen, feuchteren Stellen oder unebenen Rasenflächen, auf denen einfache Mähroboter schneller durchdrehen oder hängen bleiben können.
Muss man Rasenkanten trotzdem nacharbeiten?
Ja. Wie bei praktisch allen Mährobotern bleiben Rasenkanten ein Bereich, der gelegentlich von Hand nachgearbeitet werden muss. Der Mähroboter hält den regelmäßigen Zuwachs auf der Fläche in Schach, ersetzt aber keinen Kantenschneider.
Fazit: Einer der spannendsten Mähroboter für kleine schwierige Gärten
Der Navimow i205 AWD ist für mich einer der interessantesten Mähroboter des Jahres. Nicht, weil er die größte Fläche schafft oder mit den spektakulärsten technischen Daten glänzt. Sondern weil er ein sehr konkretes Problem adressiert: kleinere Gärten mit schwierigem Gelände.
Die Kombination aus Allradantrieb, kabelloser Navigation, intelligenter Hinderniserkennung, hoher Wendigkeit und sehr benutzerfreundlicher App macht das Gesamtpaket ausgesprochen spannend. Besonders stark wirkt der Mäher dort, wo einfache Kompaktmodelle schnell an ihre Grenzen kommen.
Wer einen einfachen, ebenen Standardrasen besitzt, braucht den Allradantrieb vermutlich nicht zwingend. Wer dagegen mit Steigungen, Unebenheiten oder Traktionsproblemen kämpft, sollte sich den Navimow i2 AWD beziehungsweise i205 AWD genauer ansehen.
Video: Navimow i205 AWD im Gartencoach-Test
Im Video wird der Navimow i205 AWD ausgepackt, eingerichtet und auf einer anspruchsvollen Rasenfläche getestet. Dabei geht es vor allem um Allradantrieb, App-Bedienung, Hinderniserkennung, Steigungen, Schnittbild und die Frage, wie gut der Mähroboter im echten Gartenalltag funktioniert.

