Es ist ein hart umkämpfter Markt und ein hochemotionales Thema: Rasen. Oder besser gesagt Rasendünger. Egal ob Frühjahr, Sommer, Herbst und inzwischen auch Winter - für jede Jahreszeit gibt es Spezialdünger, die „dein Rasen jetzt unbedingt braucht“. Das ist zumindest die Werbebotschaft.
Die Überbringer der Botschaften werden auch immer prominenter: Inzwischen sieht man von Weltmeister Thomas Müller in allen Kanälen Interviews zum Zustand seines Rasens. Die Werbeversprechen klingen überall gleich: „sattgrüner Rasen in nur 7 Tagen“, „unkrautfrei in zwei Wochen“, „Schluss mit kahlen Stellen“ etc. Klingt fast zu schön um wahr zu sein. Gibt es da keinen Haken?
Düngerrezeptur einfach erklärt
Auf jeder Düngerverpackung findet man irgendwo eine NPK-Formel. N steht für Stickstoff, P für Phosphor und K für Kalium. Das sind die Grundbausteine in der Düngerwelt. Natürlich gibt es dann noch weitere Element wie Magnesium oder Eisen. Aber wir bleiben mal bei den drei wichtigsten Säulen NPK.
Stickstoff fördert das Rasenwachstum. Je mehr Stickstoff im Dünger, desto kräftiger wächst der Rasen. Deswegen sind zahlreiche Rasendünger extrem stickstoffbetont. Der N-Wert liegt bei 25 bis 30 - also steckt bis zu 30% Stickstoff in dem Dünger. Der Rasen explodiert - wow! Das muss doch gut sein.
Man ist was man isst
Kleiner Exkurs in die Nahrungskunde: Wenn wir Menschen schnell Energie brauchen, essen wir ein Stück Traubenzucker oder trinken eine Cola. Das hilft kurzfristig und kann die Leistungsfähigkeit kurz steigern und verlängern.
Angenommen wir ernähren uns tagtäglich nur noch von Traubenzucker und Cola, dann werden wir ganz schnell Stammgast beim Arzt. Obwohl Zucker der Energielieferant ist, macht er uns auf Dauer krank.
Und jetzt übersetzen wir diese Erkenntnis in die Rasenwelt. Zu viel Stickstoff lässt den Rasen zwar im ersten Moment stark wachsen, aber die Rasengräser werden anfällig für Krankheiten und leiden schon beim ersten Stress durch Hitze, Trockenheit oder andere Strapazen.
Verbrennungen durch Überdüngung
Dazu kommt, dass viele Anwender bisweilen sehr fahrlässig mit solchen Düngern umgehen. Eine zu hohe Dosierung und die falsche Anwendung kann den Rasen regelrecht verbrennen.
Die mineralischen Dünger liefern die Nährstoffe in Form von Salzen. Die Auswirkung von zu viel Salz kennt jeder: Was passiert, wenn man nur noch Meerwasser trinkt? Man trocknet aus. Gleiches passiert mit dem Rasen, wenn zu viel gedüngt wurde. Zu viele Salze entziehen dem Rasen die Flüssigkeit. Statt mega Wachstum kippt das ganze System um und der Rasen "verbrennt" und dafür muss nicht mal die Sonne scheinen.
Ausgewogene Ernährung statt Zucker-Kick
Gesundes Wachstum durch kontinuierliche Nährstoffabgabe bei gleichzeitiger Stärkung des Bodenlebens - das verspricht der Gartencoach Bio Rasendünger. Das klingt natürlich nicht nach Wundermittel - aber auf lange Sicht ist das die Erfolgsformel. Durch den großen organischen Anteil werden die Nährstoffe nur langsam freigesetzt. Eine Überdüngung und die damit einhergehenden Verbrennungen ist nach menschlichem Ermessen nicht möglich.
Die enthaltene aktivierte Pflanzenkohle sorgt dafür, dass die Nährstoffe gebunden werden und den Wurzeln dauerhaft zur Verfügung stehen. Ein schnelles „Auswaschen“ der Nährstoffe wird damit verhindert.
Gartencoach Rasendünger 5 kg – Für dichten & gesunden Rasen
In den EinkaufswagenUnd wo wir schon bei ehrlicher Rasenpflege sind: Auch beim Thema Unkraut gibt es keine Wundermittel - aber clevere Werkzeuge. Statt auf chemische Versprechen zu setzen, entfernst du Unkraut im Rasen am nachhaltigsten mechanisch:
ArcWeeder – Unkrautentferner für den Rasen – Unkraut ohne Ausstechen entfernen
In den EinkaufswagenFazit
Wunder gibt es zwar immer wieder - aber in der Rasenwelt sind sie eher selten. Lasst euch deswegen nicht verrückt machen, denn Rasenpflege ist ein Marathon und kein Sprint!
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